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REZEPT: Wiener Schnitzel, das bekannteste Gericht Österreichs

Um das Wiener Schnitzel ranken sich zahlreiche Mythen. Eine der verbreitetsten Theorien besagt, dass der berühmte österreichische Feldmarschall Radetzky die Grundidee für das Wiener Schnitzel aus Oberitalien nach Wien gebracht hat. Fakt ist, dass das Wiener Schnitzel heute zu den beliebtesten Gerichten der Österreicher zählt. 

Das Geheimnis seiner Beliebtheit ist wahrscheinlich in der knusprigen Panade – in Österreich „die Panier“ genannt – zu finden. Während für das originale Wiener Schnitzel Kalbfleisch verwendet wird, verwenden viele Österreicher auch Schweine- oder Hühnerfleisch. In diesem Fall spricht man von „Schweinsschnitzel“ oder „Backhendl“. Sehr beliebt ist auch der “steirische Backhendlsalat” – panierte Hühnerteile auf Blattsalat mit Kürbiskernöl.

Mit den richtigen Zutaten ist die Zubereitung dieses österreichischen Klassikers nicht allzu schwer. Ob Sie nun Kalb-, Schweine- oder Hühnerfleisch für Ihr Schnitzel verwenden, ist ganz Ihnen überlassen. 

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Stück Schnitzelfleisch (ca. 800g)
  • Etwas Mehl
  • Semmelbrösel (deutsch: Paniermehl)
  • 3 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  • Fett (Pflanzenöl, Schweineschmalz oder Butterschmalz)

Die Vorbereitung

Für das Panieren des Schnitzels benötigen Sie drei Teller. Geben sie etwas Weizenmehl auf den ersten Teller. In den zweiten Teller geben Sie die Eier und verquirlen sie mit einer Prise Salz und Pfeffer. Wahlweise können Sie auch einen kleinen Schuss Milch hinzugeben. Auf den dritten Teller geben Sie das Paniermehl.

Das Panieren

Entfernen Sie bei Bedarf überschüssige Sehnen, Silberhaut oder Fettränder. Danach plattieren Sie das dünn geschnittene Fleisch. In Österreich nennt man das „Klopfen“ oder „Schnitzelklopfen“, im Dialekt auch “Schnitzlprackn” . Gewürzt wird das Fleisch nur mit einer Prise Salz und Pfeffer. 

Nehmen Sie nun das erste Stück Fleisch und wenden Sie es im Mehl, bis es gleichmäßig bemehlt ist. Ziehen Sie nun das bemehlte Fleisch durch die Eiermasse. Abschließend drücken Sie das Fleisch sanft in die Semmelbrösel, bis es rundum bedeckt ist. 

Das Ausbacken

Für das Ausbacken – das Frittieren – Ihrer Schnitzel können Sie Pflanzenöl, Schweine- oder Butterschmalz verwenden. Ich empfehle eine Mischung aus Pflanzenöl und Butterschmalz für einen besonders feinen Geschmack. Den Geruch und Geschmack von Schweineschmalz mag nicht jeder. 

Erhitzen Sie das Fett in einer Pfanne. Sobald das Fett heiß genug ist, können Sie mit dem Ausbacken beginnen. Achten Sie auf die richtige Temperatur des Fetts. Ist es zu kalt, saugt sich die Pande mit Fett voll und das Schnitzel schmeckt nicht. Wird das Fett zu heiß, besteht Brandgefahr. Backen Sie das Schnitzen von jeder Seite 1-2 Minuten, bis es goldgelb ist. Danach geben Sie es auf ein Küchenpapier (Küchenkrepp), damit es abtropfen kann.

Beilagen

Traditionell isst man in Österreich das Wiener Schnitzel mit Petersilkartoffeln. Das sind Kartoffeln mit Butter, Salz und Petersilie. Mancherorts isst man zusätzlich Preiselbeermarmelade zum Schnitzel. 

Wenn Sie in Wien sind und Preiselbeermarmelade bestellen, kann es passieren, dass Sie der Kellner verwundert anschauen wird. Aber keine Sorge, das ist bei Weitem nicht so schlimm, als wenn Sie Ketchup bestellen.

Wir wünschen gutes Gelingen.

Das Quiz

Hörverstehen - Wiener Schnitzel, das bekannteste Gericht Österreichs

1 / 7

Das originale Wiener Schnitzes besteht aus...

2 / 7

Wird das Fett in der Pfanne zu heiß, kann...

3 / 7

In Wien ist es üblich, ...

4 / 7

Für die Panade des Schnitzels braucht man...

5 / 7

Die Grundidee des Wiener Schnitzels stammt angeblich aus...

6 / 7

Wenn etwas gleichmäßig bemehlt ist, dann ist es...

7 / 7

Ein Schuss Milch ist...

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