Schule

Mit diesen Tipps gelingt deine Meinungsrede bestimmt

Auch die Meinungsrede zählt zu den Standard-Textsorten, die dir in der Schule wahrscheinlich mehrmals begegnen werden. Dabei handelt es sich um die Druckfassung einer Rede, mit der ein Publikum von einer bestimmten Position zu einem Thema überzeugt werden soll.

In der Meinungsrede kombinierst du Argumentation mit Rhetorik, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen und es von deinem Standpunkt zu überzeugen.

Was macht eine gute Meinungsrede aus?

Am besten, du versetzt dich in die Lage des Zuhörers. Was würde dich ansprechen? Das langweilige aneinanderreihen von Gedanken eher nicht. Zielführender ist es, den Zuhörer direkt anzusprechen, begründete Argumente einzubauen – am besten mit einem verständlichen Beispiel – und zu versuchen, ihm das Gefühl zu geben, dass du seine Position verstehst und dass deine Position ein Vorteil für ihn ist.

Damit du das erreichst, solltest du deine Argumente auf die Zielgruppe abstimmen und eine passende Begründung mitliefern. Tipp: Eine bildhafte Sprache kann das Verstehen deiner Rede deutlich vereinfachen. So erreicht deine Botschaft ihr Ziel sicherer.

Stil einer Meinungsrede

Eine Meinungsrede ist nicht immer politisch. Es geht vielmehr um die Position zu einem bestimmten Thema. Der Text wird dabei im Präsens verfasst. Nur für Handlungen in der Vergangenheit oder in der Zukunft wechselst du die Zeitform.

Im Gegensatz zu anderen Textsorten kann die Meinungsrede sich stark an der gesprochenen Sprache orientieren und beispielsweise emotional, provokant, satirisch, spöttisch aber auch ernsthaft, informierend und erläuternd sein.

Bei der Formulierung solltest du keine allzu komplexen Satzstrukturen verwenden. Sie erschweren das Verstehen deiner Rede. Sinnvoller ist es hingegen, die Formulierungen an das Publikum anzupassen und so zu formulieren, dass im Kopf der Zuhörer Bilder entstehen.

Aufbau einer Meinungsrede

In der Einleitung deiner Meinungsrede solltest du versuchen, das Interesse der Zuhörer zu wecken. Dafür eignen sich provokante Formulierungen, Witze, Gags aber auch interessante Episoden aus deinem Erfahrungsschatz, die zum Thema passen. Natürlich kannst du auch Emotionen beim Zuhörer wecken, in dem du Betroffenheit ausdrückst oder einen eigenen Bezug zum Thema herstellst.

Die Argumentation im Hauptteil sollte gut durchdacht sein. Überlege dir, ob du das stärkste Argument lieber am Anfang oder am Schluss des Hauptteils bringen möchtest. Wichtig ist, dass die Argumente für den Zuhörer interessant und nachvollziehbar aufgebaut sind. Du solltest nicht versuchen, deine Zuhörer zu belehren, sondern sie davon zu überzeugen, dass deine Position auch für sie die beste Wahl ist. Damit deine Argumentation nicht zu trocken wird, kannst du sie mit rhetorischen Tricks, kurzen Geschichten und Anekdoten auflockern. Schweife aber nicht zu sehr vom Thema ab.

Im Schlussteil deiner Meinungsrede kannst du die wichtigsten Punkte und Argumente noch einmal kurz zusammenfassen. Oft ist es auch sinnvoll, einen kurzen Ausblick zu geben. Als Abschluss kannst du auch einen Appell an das Publikum richten.

Checkliste für deine Meinungsrede

  • Hast du eine klare Position zum Thema bezogen?
  • Wird deine Position durch schlüssige und nachvollziehbare Argumente gestärkt?
  • Sind deine Argumente durch Daten und Fakten belegbar?
  • Orientiert sich deine Sprache am Zielpublikum?
  • Sind deine Sätze leicht verständlich?
  • Ist deine Sprache lebendig, verständlich und bildhaft?
  • Verwendest du genug sprachliche, rhetorische und stilistische Stilmittel, um deine Meinungsrede für das Publikum interessant zu machen?
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